Auszug aus dem Buch La Forteresse de l’Harmonie, im September 2020 im Verlag Terre de Lumière (wegen der epidemischen Lage verspätet) erschienen.
Wir stellen dieses Kapitel vor, um dem Leser ein paar Hinweise zum besseren Verständnis der Bedeutung von Gesundheit und Krankheit zu geben, und welche Rolle das Abwehrsystem darin spielt.
Unser Ansatz ist spiritueller Art, denn wir sind weder Arzt noch Heiler. All unsere Kenntnisse stammen von unserem Zugang zur geistigen Welt (über die Meditation) und der uralten Weisheit, die sich dort befindet, sowie von unseren zahllosen praktischen Erfahrungen.

Krankheiten und das Abwehrsystem

Je mehr wir in die Vergangenheit, auf frühere Kulturen zurückblicken, umso seltener finden wir Krankheiten: Die Menschen starben in Unfällen, wurden getötet, fielen im Krieg oder starben an Altersschwäche (sie wurden hundert oder sogar hundertzwanzig Jahre alt!), aber sie starben selten an Krankheiten. Erst in der griechischen Antike tauchten Krankheiten auf, und das ist einer der Gründe, warum Hippokrates (460-377 v.Chr.) zum „Vater der Medizin“ ernannt wurde. Zu dieser Zeit bildete sich erstmals innerhalb einer Zivilisation eine Medizin heraus – eine Medizin, welche hauptsächlich mit Pflanzen heilte.
Wenn wir nun auf unsere heutige Zivilisation schauen, stellen wir fest, dass die Anzahl der Krankheiten in den letzten hundert Jahren beträchtlich gestiegen ist, insbesondere diejenige autoimmuner Krankheiten.

Warum greifen so viele Krankheiten das Immunsystem an?
Dazu muss man wissen, dass das Abwehrsystem in Bezug auf die geistige Dimension des Menschen direkt mit dem Geist bzw. „Ich“ des Menschen im Zusammenhang steht. Insofern ist ein Versagen des Abwehrsystems ein Anzeichen dafür, dass das „Ich“ bzw. der Geist des Menschen geschwächt ist.

Wenn wir ein starkes Immunsystem haben wollen, müssen wir folglich unser „Ich“ stärken. Was bedeutet das?
Die Mittel für ein starkes „Ich“ oder einen starken Geist
Der menschliche Geist äußert sich zuallererst im Denken, denn das „Ich“ ist im Mentalkörper zu Hause, dem Körper des Denkens. Insofern muss ich, wenn ich meinen Geist stärken will, selbständig denken, selber entscheiden, was ich will, mich zu schwierigen Entscheidungen durchringen, mein Unterscheidungs- und Urteilsvermögen entwickeln und meinen freien Willen ausüben, besonders dann, wenn es keine andere Wahl zu geben scheint.
Es fordert ebenfalls von mir, meine Kreativität in allen möglichen Lebensbereichen zu entfalten. Wenn ich Lösungen für all die Herausforderungen und Prüfungen, denen ich in meinem Leben begegne finde, stärkt dies mein Abwehrsystem. Das gilt auch, wenn ich mir selber Herausforderungen stelle, um meine eigenen Grenzen zu sprengen und über mich hinauszuwachsen. Gute spirituelle Bücher zu lesen, erhebende Musik zu hören oder in der Natur spazieren zu gehen und dabei an die ihr innewohnenden Lebenskräfte zu denken – ja sogar sie so weit wie möglich zu fühlen – sind darüber hinaus sehr gute Mittel, um mein Immunsystem zu stärken.
Also je mehr wir fähig sind, regelmäßig aus unserer Komfortzone herauszutreten und uns mutig neuen Erfahrungen zu stellen, desto mehr werden wir uns innerlich festigen und folglich unser Abwehrsystem unterstützen. Wenn wir dagegen am Einheitsdenken festhalten, uns nie den Kopf zerbrechen wollen, jedermann bitten, uns bei unseren Entscheidungen zu helfen, das arme, kleine Vöglein spielen, damit jemand uns „rettet“, dann machen wir uns schwach und anfällig für Krankheiten, weil wir mit so einem Verhalten auch unser Abwehrsystem schwächen.
Insofern kann man sagen, dass die große Zunahme autoimmuner Krankheiten in den letzten Jahrzehnten in direktem Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des freien menschlichen Willens steht, mit der Weigerung, für sich selbst verantwortlich zu sein, der Ablehnung von Kreativität, dem Wunsch, dass andere für uns sorgen und der Hingabe an die Bequemlichkeit. Daraus ist die gegenwärtige manipulatorische Gesellschaft auf der Grundlage der neuen Technologien entstanden, die es geschafft haben, den Menschen zu verführen und ihn süchtig nach den neuen Telekommunikationsmitteln zu machen (Handy, Tablett, Computer, Videospielkonsole, die sogenannten „sozialen“ Netzwerke, usw.). Diese neuen Telekommunikationsmittel vernichten die echte Kommunikation und im gleichen Zuge die menschlichen Beziehungen. Sie schließen den Menschen in einem erbärmlichen Autismus ein, wo er sich wie ein Ertrinkender an seinem Handy festklammert!
Kurz gesagt, Alzheimer ist die Antwort auf diese manipulierende technologische Zivilisation, die die psychische Gesundheit der jungen wie auch der weniger jungen Leute zerstört.

Darum ein Appell an alle: Geben wir unser Bestes, indem wir dynamisch denken und unsere Kreativität entfalten, dann werden wir einen starken Geist und ein starkes Abwehrsystem entwickeln!

Anmerkung: Ob wir gesund oder krank sind, hängt von unserem Schwingungsniveau ab, das uns eine Bovis-Skala anzeigen kann.

Zifferblatt der Bovis-Skala

Wenn wir wie oben angedeutet ein gesundes Leben führen, wird sich unsere Schwingungsebene erheblich oberhalb der Krankheitszone bewegen. Wenn wir zudem eine geistige Weiterentwicklung betreiben – mit all den Anstrengungen, die dies unserem Geist abverlangt – so steigt unsere Schwingungsebene noch um einige Grade.
Wenn wir uns im Gegensatz dazu damit begnügen, das zu tun, was alle tun, d.h. den Einheitsbrei der Massenmedien zu schlucken, ohne selber nachzudenken, sondern unser Handy (oder andere technologische Mittel) für uns denken lassen, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir krank werden, denn dann ist unser Schwingungsniveau erbärmlich!
Das book (fr)

Autor

Pierre Lassalle, Autor von internationalem Renommee, hält auch Vorträge und kreiert Workshops.

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